Über die Ursachen von Anspannung

Wir können selbst leicht eingrenzen, welche Spannungsquellen unseren Organismus belasten. Auf den Körper wirken verschiedene körperliche Einflüsse ein, die auch im Nervensystem Spuren hinterlassen – etwa Sport, die Beanspruchung bestimmter Muskelgruppen oder körperliche Belastungen wie Arbeiten im Stehen.

Wenn jemand diese gewohnten körperlichen Einflüsse verändert, beispielsweise von einer stehenden zu einer sitzenden Tätigkeit wechselt oder mit dem Sport aufhört, reagiert darauf nicht nur der Körper, sondern auch das Nervensystem und erlebt es als Stress.
Ein weiterer wichtiger Einfluss auf den Körper hängt damit zusammen, wie jemand gewöhnlich Anspannung abbaut. Dies sind individuell geprägte Ventile. Auch die Veränderung seit Jahren eingeübter Muster erzeugt zusätzliche Spannung.

Die Arbeit ist eine weitere wichtige Spannungsquelle. Auch deshalb sollten wir unseren Arbeitsplatz sorgfältig auswählen, weil wir einen großen Teil des Tages mit unseren Kollegen verbringen. Es ist kein Zufall, dass sich bei Frauen, die zusammenarbeiten, nach einiger Zeit sogar die Menstruationszyklen angleichen. Daher müssen wir uns bewusst sein, dass auch unser Arbeitsumfeld und Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten Blockaden aufbauen können. An einem Arbeitsplatz wirken sich auch unterdrückte, unausgesprochene Gefühle und Probleme auf die dort Beschäftigten aus, weil das Unterbewusstsein die Impulse „empfängt“.

 Nützliche Tipps für den Arbeitsplatz:

  • Wer eine sitzende Tätigkeit ausübt und beispielsweise acht Stunden am Computer sitzt, sollte wissen, dass dadurch die großen Blutgefäße und Muskeln im Gesäß und in den Oberschenkeln zusammengedrückt werden, was sehr schädlich ist. Stehen Sie deshalb unbedingt mindestens einmal pro Stunde auf und bewegen Sie Ihren Körper einige Minuten lang!
  • Es ist kein Zufall, dass vielerorts, etwa in Japan, Bewegung am Arbeitsplatz bereits vorgeschrieben wird. Andernorts, beispielsweise in Deutschland, ist es völlig selbstverständlich, dass es im Büro auch einen Ruheraum gibt. Arbeitgeber wissen nämlich, dass die Leistung nach einer kurzen Pause deutlich steigt. Legen Sie während der Arbeit nach Möglichkeit kurze Pausen ein!

Krisen im Privatleben hinterlassen noch tiefere Spuren in unserem Körper. Wenn beispielsweise der Ehemann einer Frau untreu ist, bemerke ich dies bei der Behandlung – unabhängig davon, ob sie bereits davon weiß oder nicht. Ihr Körper zeigt es mir, und ich finde die Blockaden an den entsprechenden Stellen. Wir müssen lernen, mit Stress und Anspannung umzugehen. Das Wichtigste dabei ist, das Loslassen zu lernen. Beobachten Sie Ihr eigenes Leben: Die wirklich großen Probleme lösen sich von selbst. Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere, und jedes Ende ist der Beginn von etwas Neuem.

Deshalb dürfen wir uns nicht an leere Beziehungen, schlechte Arbeitsplätze oder Situationen klammern, die uns schaden. Wenn wir mitten in einer solchen Situation stecken, ist das Loslassen natürlich schmerzhaft. Später, wenn wir mit Abstand auf diese Zeit blicken können, wird jedoch deutlich, dass es gut so war.

Quelle: http://www.eletforma.hu/eletmod/franz_ulrich_a_feszultsegforrasokrol.html

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